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Verlag der
Häretischen Blätter
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Häretische Blätter Heft 4 und 5

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Heft 4, 5 und voraussichtlich 7 haben ein gemeinsames Thema: Spiritualität der Göttin Astrologie der Asteroiden.

Der spirituelle Feminismus ist nicht die erste und einzige Häresie gegen die patriarchalischen Religionen. So gibt es etwa im ansonsten frauenfeindlichen Hinduismus eine Tradition, das Göttliche als Mutter zu verehren, als die allem zugrundeliegende weibliche Kraft Shakti. Am Beispiel des in dieser Tradition wirkenden Ramakrishna (1836-1886) wird die feminine Religion der Shakti erläutert. Es erfolgt ein Brückenschlag zu Mère (Mirra Alfassa, 1878-1973, Gefährtin Sri Aurobindos) und zur Theosophie, jener im vorigen Jahrhundert bekanntgewordenen und von Alice Ann Bailey (1880-1949) am differenziertesten ausgeführten esoterischen Weisheitslehre vom Aufbau der Welten und Seelen. In Verknüpfung mit antiker Mythologie und Astrologie wird versucht, die göttliche Mutter des Shakti-Verehrers Ramakrishna und Mères im theosophischen Sinne als die »Monade« oder den »2. Logos« zu verstehen, als Weltenmutter, aus welcher alle Wirklichkeitsebenen und alles Leben emanieren. Sri Aurobindo (1872-1950) hat den spirituellen Weg den Yoga als einen Weg der Überantwortung an die göttliche Mutter dargestellt.

Nach den Ausführungen über die Einheit der Göttin öffnet sich die Betrachtung für die Vielheit der Göttinnen. Diese Vielheit hat zwei Seiten: Zum einen ist die Göttin als Mutter des Geistes, des höheren, unsterblichen Selbst (Purusha) eine Trinität; aus dieser leiten sich die aus der esoterischen Psychologie wohlbekannten drei ewigen Grundkräfte des Menschen ab: Wille, Liebe und Intelligenz (Atma, Buddhi, Manas resp. schwarze, rote, weiße Göttin). Zum anderen ist die Göttin aber auch mit dem Formaspekt des Lebens verbunden, mit dem sterblichen Ich und seinen Körpern (Prakriti), und als solche ist sie eine vierfältige Göttin. Die Vierfältigkeit der Göttin ist eine fundamentale Struktur in der Form, so wie die Dreifaltigkeit im Geist.

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Hier setzt die Astrologie der Asteroiden ein. Die These ist: Die vier erstentdeckten Asteroiden entsprechen, als astrologische Faktoren, dieser Vierheit der Göttin. Die mythologischen Überlieferungen zu den antiken Göttinnen Ceres, Pallas Athene, Juno und Vesta, nach welchen die ersten Asteroiden »zufällig« benannt wurden, werden ausführlich untersucht und mit Aurobindos Texten verglichen. Mit einer, aus Sicht der feministischen Mondverehrung ketzerischen »Entthronung« der Mondgöttin schließt Heft 4.

Ein Grundgedanke dieser Herangehensweise an die Asteroiden ist, daß es sich bei diesen astrologischen Faktoren um spirituelle Kräfte handelt, deren Verheißung die Vergeistigung der Materie ist. Die Göttinnen der Form sind in die Materie involviert und besitzen eine größere Nähe zum menschlichen Bewußtsein als die Götter der höheren Wirklichkeitsebenen. Sie bereiten den Boden für ihre Wiederkunft in die menschliche Erfahrungswelt, indem sie durch die Horoskope spirituell empfänglicher Menschen wirken in deren Leben »herabsteigen«. Ein Prozeß, der zu äußersten Krisen führt, die demjenigen, der Spiritualität als einen bequemen Weg zur »Erleuchtung« versteht, unverständlich und unbekannt bleiben.

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Dieser Ansatz wird in Heft 5 fortgesetzt. Der Darstellung der Entdeckungsgeschichte der Asteroiden folgt eine Erläuterung des kosmologischen Gesetzes der Synchronizität und es wird versucht, die Entdeckungsgeschichte der Asteroiden und Neptuns als die Herabkunft einer anderen Zeit in die lineare Zeit der Physis zu begreifen. Es wird ein Vorschlag zur (bislang strittigen) Zuordnung der Asteroiden zu den Tierkreiszeichen unterbreitet: Dem klassischen Tierkreis folgte der spirituelle mit Uranus, Neptun und Pluto und diesem folgt der supramentale Göttinnen-Tierkreis unter der Herrschaft von Ceres, Pallas, Juno und Vesta. Weisheit und »heroisches« Streben nach Bewußtwerdung des Unbewußten sind zwei Aspekte der Ceres. An Horoskopbeispielen wird das sehr differenzierte Wirken der Ceres erläutert.

Eine Hinleitung zu diesen Gedanken stellt der Artikel über die Ceres dar, den der Autor im Januar 2001 in der astrologischen Fachzeitschrift »Meridian« veröffentlicht hat und den Sie auf dieser Homepage nachlesen können.

So Athene will, wird diese Untersuchung in Heft 7 fortgesetzt mit mythologischen Untersuchungen zum Dionysos-Aspekt der Ceres, zur »Seelenführerin« Pallas und zur Juno.

Heft 1 bis 5 (zusammen 236 Seiten) werden nur noch gemeinsam ausgeliefert.
Ab Heft 6 stehen die »Häretischen Blätter« zum kostenlosen Download auf dieser Homepage zur Verfügung.

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